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Gedichte für Verliebte

C. Roselli    (Gedichte Verliebte)
So sehr in Dich verliebt


Den Tag und die ganze Nacht
Muss ich nur an Dich denken
Möchte jeden Gedanken
Nur auf Dich lenken
Kann ja nicht mehr
Als nur mich schenken
Das Glück, dass es dich gibt
So sehr in Dich, in Dich
verliebt.

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C. Roselli    (Gedichte für Verliebte)
Sternentraum (Verliebte)


Manchmal träumst Du dir die Sterne
fühlst dann schon Sternentraum
das Blinken bis ins Herz
fasst du zu
bleibt nur der Schmerz
und in der Ferne
noch ein kleiner Ton

und einfach
Du

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C. Morgenstern    (Gedichte Verliebte)
Es ist Nacht


Es ist Nacht,
und mein Herz kommt zu dir,
hält's nicht aus,
hält's nicht aus mehr bei mir.

Legt sich dir auf die Brust,
wie ein Stein,
sinkt hinein,
zu deinem hinein.

Dort erst,
dort erst kommt es zur Ruh,
liegt am Grund
seines ewigen Du.

C. Roselli    (erste Liebe Gedichte)
Sieh mich doch an

Sieh mich doch an
Schau nicht weg

Geh nicht an mir vorbei
Hat keinen Zweck

Komm her zu mir
Bleib bei mir stehen

Nur ein Mal die Augen sehen
Nur ein Mal zu spürn
Wie's wär
Nicht zu schwer

Dreh dich noch mal um
Will noch mehr

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L. Uhland    (Gedichte Verliebte)
Seliger Tod


Gestorben war ich
Vor Liebeswonne:
Begraben lag ich
In ihren Armen;
Erwecket ward ich
Von ihren Küssen;
Den Himmel sah ich
In ihren Augen.

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C. Roselli    (Kurze Gedichte über die Liebe)
Du bist ein Kelch


Deine Seele
ein Land von Milch und Honig
ohne Fluss und ohne Meer
doch alles fließt in dir
offen das Land
mit blattgold
beschlagen
nackt
verwundbar

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C. Roselli    (Gedichte für Verliebte)
Wär ich der Wind

Wär' ich der Wind
Der sanft dich umspielt
Wär' ich die Sonne
Die Wacht bei Dir hielt
Und wär' ich der Mond
Der nachts bei Dir wohnt
Dann wär' ich so glücklich
befreit wie ein Kind


C. Parisius    (Gedichte Verliebte)
Vergiss nicht, dass ich Dich liebe


Vergiss nicht, dass ich Dich liebe
Wenn diese Rosen auch trocknen.
Die eine fürs Lieben.
Die Zweite die Last,
Weil du mich
Genommen hast.
Und die Dritte
Die zur Dir spricht:

Meine Liebe,
Du, vergiss mich nicht!

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C. Baudelaire    (Gedichte für Verliebte)
An eine, die vorüberging


Der Straßenlärm betäubend zu mir drang.
In großer Trauer, schlank, von Schmerz gestrafft,
Schritt eine Frau vorbei, die mit der Hand gerafft
Den Saum des Kleides hob, der glockig schwang;

Anmutig, wie gemeißelt war das Bein.
Und ich, erstarrt, wie außer mich gebracht,
Vom Himmel ihrer Augen, wo ein Sturm erwacht,
Sog Süße, die betört, und Lust, die tötet, ein.
Ein Blitz … dann Nacht! –Du Schöne, mir verloren,
Durch deren Blick ich jählings neu geboren,
Werd in der Ewigkeit ich dich erst wiedersehn?

Woanders, weit von hier! zu spät! soll’s nie geschehn?
Dein Ziel ist mir und dir das meine unbekannt,
Dich hätte ich geliebt, und du hast es geahnt!

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Levrai    (Gedichte Verliebte)
Auch nachts rührst du mich an - Verliebte


Auch nachts rührst du mich an
Aus Dunklem trifft dies Schwingen
lässt mich zittern hinter Gittern
was diesen Bogen führt
in einem zarten Klang

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T. Storm (Gedichte Verliebte)
Nachts - Liebesgedicht von Theodor Storm

Schon Mitternacht! Mein Kopf ist wüst -
Zu Bett! Ich habe lang gewacht;
Doch ob das Aug sich müde schließt,
Wann kennt das Herz wohl Tag und Nacht?

Das Herz, das Herz hat nimmer Ruh,
Das fliegt zu dir durch Zeit und Raum,
Im Traum mein süßes Leben du,
Im Leben du mein süßer Traum!

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R. Rilke (Gedichte Verliebte)
Bei dir ist es traut


Bei dir ist es traut:
Zage Uhren schlagen
wie aus weiten Tagen.
Komm mir ein Liebes sagen:
aber nur nicht laut.

Ein Tor geht irgendwo
draußen im Blütentreiben.
Der Abend horcht an den Scheiben.
Lass uns leise bleiben:
Keiner weiß uns so.

C. Morgenstern(Gedichte Verliebte)
Deine Rosen an der Brust


Deine Rosen an der Brust
sitz ich unter fremden Menschen,
lass sie reden, lass sie lärmen,
jung Geheimnis tief im Herzen.

Wenn ich einstimm in ihr Lachen
ist's das Lachen meiner Liebe;
wenn ich ernst dem Nachbar lausche,
lausch ich selig still nach innen.

Einen ganzen langen Abend
muss ich fern dir, Liebster, weilen,
küssend heimlich, ohne Ende,
Deine Rosen an der Brust.

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E. Mörike    (Gedichte Verliebte)
Im Weinberg


Droben im Weinberg, unter dem blühenden Kirschbaum saß ich
Heut, einsam in Gedanken vertieft; es ruhte das Neue
Testament halboffen mir zwischen den Fingern im Schosse,
Klein und zierlich gebunden: (es kam vom treuesten Herzen
Ach! du ruhest nun auch, mir unvergessen im Grabe!)
Lang so saß ich und blickte nicht auf; mit einem da lässt sich
Mir ein Schmetterling nieder aufs Buch, er hebet und senket
Dunkele Flügel mit schillerndem Blau, er dreht sich und wandelt
Hin und her auf dem Rande. Was suchst du, reizender Sylphe?
Lockt die purpurne Decke dich an, der glänzende Goldschnitt?
Sahst du, getäuscht, im Büchlein die herrlichste Wunderblume?
Oder zogen geheim dich himmlische Kräfte hernieder
Des lebendigen Worts? Ich muss so glauben, denn immer
Weilest du noch, wie gebannt, und scheinst wie trunken, ich staune!
Aber von nun an bist du auf alle Tage gesegnet!
Unverletzlich dein Leib, und es altern dir nimmer die Schwingen.
Ja, wohin du künftig die zarten Füße wirst setzen
Tauet Segen von dir. Jetzt eile hinunter zum Garten,
Welchen das beste der Mädchen besucht am frühesten Morgen,
Eile zur Lilie du - alsbald wird die Knospe sich öffnen
Unter dir; dann küsse sie tief in den Busen: von Stund an
Göttlich befruchtet, atmet sie Geist und himmlisches Leben.
Wenn die Gute nun kommt, vor den hohen Stängel getreten,
Steht sie befangen, entzückt von paradiesischer Nähe,
Ahnungsvoll in den Kelch die liebliche Seele versenkend.

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