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Ostergedichte Gedichte

Hubert Wendloh (Ostergedichte; Gedichte über Ostern)
Ostergedichte


Ostern, auch an diesem Ort
Schnee und Eis, die Kälte fort
Tulpen leuchten, unser Garten
Erblüht, das sehnsüchtige Warten

Riech’ diesen schönen Osterstrauß
Nie bracht’ ich Schöneres ins Haus.

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Joseph von Eichendorff  (Ostergedichte; Gedichte über Ostern)
Ostern


Vom Münster Trauerglocken klingen,
Vom Tal ein Jauchzen schallt herauf.
Zur Ruh sie dort dem Toten singen,
Die Lerchen jubeln: wache auf!
Mit Erde sie ihn still bedecken,
Das Grün aus allen Gräbern bricht,
Die Ströme hell durchs Land sich strecken,
Der Wald ernst wie in Träumen spricht,
Und bei den Klängen, Jauchzen, Trauern,
So weit ins Land man schauen mag,
Es ist ein tiefes Frühlingsschauern
Als wie ein Auferstehungstag.

Theodor Storm (Ostergedichte; Gedichte über Ostern)
Ostern


Es war daheim auf unserm Meeresdeich;
ich ließ den Blick am Horizonte gleiten,
zu mir herüber scholl verheißungsreich
mit vollem Klang das Osterglockenläuten.

Wie brennend Silber funkelte das Meer,
die Inseln schwammen auf dem hohen Spiegel,
die Möwen schossen blendend hin und her,
eintauchend in die Flut der weißen Flügel.

Im tiefen Kooge bis zum Deichesrand
war sammetgrün die Wiese aufgegangen;
der Frühling zog prophetisch über Land,
die Lerchen jauchzen, und die Knospen sprangen.

Entfesselt ist die urgewalt'ge Kraft,
die Erde quillt, die jungen Säfte tropfen,
und alles treibt, und alles webt und schafft,
des Lebens vollste Pulse hör ich klopfen.

Hubert Wendloh (Ostergedichte; Gedichte über Ostern)
Ostermorgens


Osterblüten zieren diesen Raum
Ein Osterei und Osterkuchen
Die Süßigkeiten sind versteckt
Kinder werden so geneckt
Beim Ostersüßigkeitensuchen
Im Haus und hinter alten Buchen
Ein tiefer Osterkinder-Traum

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Hubert Wendloh (Ostergedichte; Gedichte über Ostern)
Der faule Osterhase


Ein Blick aus seinen Bau heraus
Der Osterhase schreckt: "Oh Graus"
Bei Hagel, Regen und viel Wind
Gibt's gar nicht viel mehr zu bedenken:
"Die Eltern soll'n die Eier schenken."

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Adolf Böttger Gedichte (Ostergedichte; Gedichte über Ostern)
Osterlied


Die Glocken läuten das Ostern ein
In allen Enden und Landen,
Und fromme Herzen jubeln darein:
Der Lenz ist wieder erstanden!

Es atmet der Wald, die Erde treibt
Und kleidet sich lachend in Moose,
Und aus den schönen Augen reibt
Den Schlaf sich erwachend die Rose.

Das schaffende Licht, es flammt und kreist
Und sprengt die fesselnde Hülle;
Und über den Wassern schwebt der Geist
Unendlicher Liebesfülle.

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