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Kurze Weihnachtsgedichte

Kurze Weihnachtsgedichte
Kurzes Weihnachtsgedicht (Volksgut)

Bald ist Weihnacht, wie freu ich mich drauf,
da putzt uns die Mutter ein Bäumlein schön auf,
es glänzen die Äpfel, es funkeln die Stern,
wie hab´n wir doch alle das Weihnachtsfest gern.

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Louise Börkelius
Was Schön'res gibt's doch auf Erden...

Was Schön'res gibt's doch auf Erden nicht,
Als einen Tannenbaum mit hellem Licht,
Mit goldnen Äpfeln und Marzipan,
Rosinen und Mandeln und Nüssen daran,
Das funkelt und blitzt im Lichterschein,
Als müsst' es von Gold und Silber sein.
Und gehen wir näher voll Freuden und sehn,
was alles da aufgebaut, was prächtig und schön,
Die Puppe im Ballstaat, so zierlich und fein,
Und Teller und Schüsseln mit blinkendem Schein,
Da singen wir alle mit fröhlicher Brust:
Das Weihnachtsfest bringt doch die herrlichste Lust,
Und wünschen uns nichts, als gar nichts so sehr,
Als dass es doch alle Tag' Weihnachten wär.

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Volksgut (Adventgedichte)
Advent, Advent, ein Lichtlein brennt...

Advent, Advent,
ein Lichtlein brennt!
Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier,
dann steht das Christkind vor der Tür!

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Clara Roselli (Adventgedichte)
Advent

Was soll ich nur fühlen, was soll ich nur sagen
Weihnachtsduft schwebt über den Tagen
In dieser stillen Weihnachtszeit
das Licht der Kerzen, die Herzen bereit
Träumend lauf ich durch die Felder
Freu mich über jeden Baum der Wälder
Auch in meiner Einsamkeit
vertreibt das Weihnachtsleuchen Leid.

Rainer Maria Rilke (Kurze Weihnachtsgedichte)
Advent

Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt
und manche Tanne ahnt wie balde
sie fromm und lichterheilig wird;
und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
streckt sie die Zweige hin - bereit
und wehrt dem Wind und wächst entgegen
der einen Nacht der Herrlichkeit.

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Anna Ritter   (Kurze Weihnachtsgedichte)
Christkindchen

Wo die Zweige am dichtesten hangen,
die Wege am tiefsten verschneit,
da ist um die Dämmerzeit
im Walde das Christkind gegangen.
Es musste sich wacker plagen,
denn einen riesigen Sack
hat's meilenweit huckepack
auf den schmächtigen Schultern getragen.
Zwei spielende Häschen saßen
geduckt am schneeigen Rain.
Die traf solch blendender Schein,
dass sie das Spielen vergaßen.
Doch das Eichhorn hob schnuppernd die Ohren
und suchte die halbe Nacht,
ob das Christkind von all seiner Pracht
nicht ein einziges Nüsschen verloren.

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Weihnachtsgedichte - Kurze Weihnachtsgedichte - Weihnachtsmann

Theodor Fontane  (Kurze Weihnachtsgedichte)
Advent

Noch ist Herbst nicht ganz entfloh'n,
Aber als Knecht Ruprecht schon
Kommt der Winter hergeschritten,
Und alsbald aus Schnees Mitten
Klingt des Schlittenglöckleins Ton.

Und was jüngst noch, fern und nah,
Bunt auf uns hernieder sah,
Weiß sind Türme, Dächer, Zweige,
Und das Jahr geht auf die Neige,
Und das schönste Fest ist da.

Tag du der Geburt des Herrn,
Heute bist du uns noch fern,
Aber Tannen, Engel, Fahnen
Lassen uns den Tag schon ahnen,
Und wir sehen schon den Stern.

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Louise Börkelius
Heut kommt mit schönen Gaben

Heut kommt mit seinen schönen Gaben,
Den wir so lang erwartet haben.
Heut kommt der liebe Weihnachtsmann
Und steckt den Tannenbaum und an.

Er hängte dran mit lustigen Mienen
Viel goldne Müsse und Rosinen,
Und stellt umher, in schönster Pracht,
Das, was er Schönes mitgebracht.

Und wenn wir draußen stehn und hoffen,
Da ist die Tür mit einmal offen,
Und drinnen ruft der Weihnachtsmann:
"Nun, fleiß'ge Kinder, kommt heran!"

Da soll mir gar nicht vor ihm grauen,
Ich will recht fröhlich zu ihm schauen,
Und sagen froh und wohlgemut:
"Herr Weihnachtsmann, wir sind nur gut!"

Ich hab' geschrieben und gelesen,
Bin auch gehorsam stets gewesen,
Kann fleißig lesen, nett und fein,
Und Lieder singen obendrein.

Da wird von all den vielen Dingen
Er mir gewiss was Schönes bringen
und freundlich sagen: "Komm geschwind,
Dies ist für dich, du fleißiges Kind."-

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Matthias Claudius (Adventgedichte)
Lied im Advent

Immer ein Lichtlein mehr
im Kranz, den wir gewunden,
dass er leuchte uns so sehr
durch die dunklen Stunden.

Zwei und drei und dann vier!
Rund um den Kranz welch ein Schimmer,
und so leuchten auch wir,
und so leuchtet das Zimmer.

Und so leuchtet die Welt
langsam der Weihnacht entgegen.
Und der in Händen sie hält,
weiß um den Segen!

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Adele Schopenhauer  (Kurze Weihnachtsgedichte)
Weihnachten wird es für die Welt

Weihnachten wird es für die Welt!
Mir aber - ist mein Lenz bestellt,
Mir ging in solcher Jahresnacht
Einst leuchtend auf der Liebe Pracht!
Und an der Kindheit Weihnachtsbaum
Stand Englein gleich der erste Traum!
Und aus dem eiskrystall'nen Schoß
Rang sich die erste Blüte los -
Seitdem schau' ich nun jedes Jahr
Nicht was noch ist - nur was einst war!

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Johann Wolfgang von Goethe  (Kurze Weihnachtsgedichte)
Weihnachten

Bäume leuchtend, Bäume blendend,
Überall das Süße spendend,
In dem Glanze sich bewegend,
Alt und junges Herz erregend -
Solch ein Fest ist uns bescheret,
Mancher Gaben Schmuck verehret;
Staunend schaun wir auf und nieder,
Hin und her und immer wieder.

Aber, Fürst, wenn dir's begegnet
Und ein Abend so dich segnet,
Dass als Lichter, dass als Flammen
Vor dir glänzten allzusammen
Alles, was du ausgerichtet,
Alle, die sich dir verpflichtet:
Mit erhöhten Geistesblicken
Fühltest herrliches Entzücken.

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Joachim Ringelnatz  (Kurze Weihnachtsgedichte)
Weihnachten

Liebeläutend zieht durch Kerzenhelle,
mild, wie Wälderduft, die Weihnachtszeit.
Und ein schlichtes Glück streut auf die Schwelle
schöne Blumen der Vergangenheit.

Hand schmiegt sich an Hand im engen Kreise,
und das alte Lied von Gott und Christ
bebt durch Seelen und verkündet leise,
dass die kleinste Welt die größte ist.

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