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Regen Gedichte

Christian Parisius (neue Regengedichte)
Regen Gedicht


Regentropfen nehmen deine Tränen mit
küssen und sie streicheln dich
berühren auch das Herz
wie der Wind und sanfter Schmerz

Liebevoll im Sonnenstrahl
funkeln diese Tropfen
geben dir Geborgenheit
und eine kleine Zärtlichkeit

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Hoffmann von Fallersleben (Regengedichte)
Beim Regen


Liebe Sonne, scheine wieder,
Schein' die düstern Wolken nieder!
Komm mit deinem goldnen Strahl
Wieder über Berg und Tal!

Trockne ab auf allen Wegen
Überall den alten Regen!
Liebe Sonne, lass dich sehn,
Dass wir können spielen gehn!

Hoffmann von Fallersleben (Kurze Regen Gedichte)
Regen, Regen!

Regen, Regen,
Himmelssegen!
Bring' uns Kühle, lösch' den Staub
Und erquicke Halm und Laub!

Regen, Regen,
Himmelssegen!
Labe meine Blümelein,
Lass sie blüh'n im Sonnenschein!

Regen, Regen,
Himmelssegen!
Nimm dich auch des Bächleins an,
Dass es wieder rauschen kann!

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Hermann Löns (Kurze Regengedichte)
Gewitter


Großmutter Natur im Lehnstuhl sitzt -
Wie langeweilig ist es heute,
Sie gähnt, ganz unerträglich sind sie heute,
Die sonst so lustigen Leute:
Die Bäume brummen so geistlos und fad,
Die Bächlein schwatzen so weise,
Der Wind ist erkältet und stark verschnupft -
Die Großmutter lächelt leise.

Das Lächeln flackert als rotes Licht
Am Himmelsrande empor -
Dem Winde fällt etwas Lustiges ein,
Er sagt es den Bäumen ins Ohr,
Die Bäume nicken verständnisvoll,
Erzählen dem Bächlein es weiter,
Das Bächlein prustet laut lachend los -
Die Großmama wird jetzt heiter.

Großmutter ein uraltes Witzchen erzählt - Ein Blitzschlag fährt herunter!
Großmütterchen kichert - der Donner rollt!
Die Tafelrunde wird munter -
Es toasten die Bäume, der Bach wird berauscht,
Der Wind ist vollkommen bezecht,
Großmütterchen witzelt und kichert wie toll -
So ist ihr die Tischstimmung recht.

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Max Dauthendey  (schöne Regengedichte) (Nachtgedichte)
Ein Regen ist kalt durch den Tag gegangen


Viel Wolken halten den Abend umfangen,
Viel dunkle Falten vom Himmel hangen.
Ein Regen ist kalt durch den Tag gegangen,
Und Stille macht Halt ernst ohne Bewegen.

Der Abend will sich gern niederlegen,
Die Berge reichen den Rücken hin,
Und jeder Stein will dem Dunkel sich bücken
Dem Abend und seinem geheimen Sinn.

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Levrai (Regengedichte)
Regen


Regnen tuts
Was nass machen kann
Beschwert sich
Zieht glänzend über Steine
bläschenfleckig

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Max Dauthendey (Regen und Gedichte)
Der Regen scheint besessen


Ich hör' den Regen dreschen
Und übers Pflaster fegen.
Der Regen scheint besessen
Und will die Welt auffressen.
Ich muss mich näher legen
Ins Bett zu meiner Frauen.
Wird sich ihr Äuglein regen,
Kann ich ins Blaue schauen.

Max Dauthendey (Regengedichte)
Der Regen wandert über den Fluss

Der Regen wandert über den Fluss,
Und Wasser durchs Wasser waten muss.
Es ist, als schwimmen die Ufer fort,
So triefend stehen die Berge dort.
Und Regen und Fluss durchs Land hingehn
Und können ihr eigenes Ende nicht seh'n.
So wanderten Sehnsucht und Blut oft zusammen
Und alle Ufer überschwammen.

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Max Dauthendey  (Gedichte über den Regen)
Der Regen, das lebende Frühlingszeichen

Der Regen, das lebende Frühlingszeichen,
Will den Winterboden unter den Füßen aufweichen,
Und die Erde hält still auf allen Wegen.

Jetzt muss sich der Regen in Dornen noch legen.
Bald wird er wieder durchs Gras hinstreichen,
Und kein Tag wird mehr dem ändern gleichen.

Die Stunden werden dann wieder verwegen,
Die Füße wandern dann ungebunden,
Und die Liebe wird wieder von allen erfunden.
Alle handeln, wie die Herzen müssen

Meine Ohren horchen in die Nacht,
Wie der Regen seinen Tanzschritt macht.
Ruhe, eine der uralten Ammen,
Singt ihr Lied mit Dunkelheit zusammen,
Und der Regen tanzt auf flinken Füßen.
Alle handeln, wie die Herzen müssen,
Alle wandeln frisch und unverfroren.
Nur die Liebe wird mit Angst geboren,
Nur der Sehnsucht ruhen nie die Ohren.

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Max Dauthendey    (Gedichte über den Frühling)
Kommt der Frühling geschwommen


Der Fluss warf die Eisschollen ans Land,
Groß und weiß liegen sie auf dem Pflaster.
Am Uferrand tollen die Kinder;
Sie sind auf die Eisstücke gestiegen,
Und sie fühlten sich auf dem Eis vor Wunder heiß.
Oben auf der Brücke ist ein Gedränge und Gedrücke,
Leute, die wie die Fische der Eisgang freut,
Und alle erkennen: aus gestern wird heut.
Die Menschen alle rennen,
Eins hier und eins dort,
Als reißt des Wassers Unruh'
Das Blut schon frühlingshaft fort.
Und während drunten die Eishaut zerbricht und zuckt,
Jeden Mensch im Blut eine Sehnsucht juckt.
Und sie sind alle zusammengekommen,
Und sie horchen dem Wasserschalle nach
Wie einem großen Falle und sind beklommen,
Und sind doch erfreut, denn auf jeder Scholle
Kommt der Frühling geschwommen.

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